Matthias Zschokke: von der schroffen Ablehnung zur einhelligen Zustimmung
Mit seinem jüngsten Prosawerk, «Der graue Peter», erlebte der preisgekrönte Schriftsteller Matthias Zschokke ein Wechselbad der Rezeption. Nachdem beide Verlage Zschokkes eine Publikation schroff abgelehnt hatten, erhielt die Erzählung in der Literaturkritik allgemeine Zustimmung und wird nun 2026 in einem grossen Pariser Verlag publiziert.
Über Dienen und Leiden in schweren Zeiten
Mensch und Diktatur, Mensch und Krieg: Die Entwicklung in Europa und weltweit verleiht diesen Themen von Ernst Wiecherts Werk neue Aktualität. Am 24. August jährt sich sein Todestag zum 75. Mal. Die Lesegesellschaft Stäfa gedenkt seiner am 30. August, gemeinsam mit der Internationalen Ernst-Wiechert-Gesellschaft.
Wer wir sind – oder meinen zu sein
Waseem Hussain schafft mit «Habitus» eine Erzählung, die von einer gescheiterten Identitätssuche erzählt, denn wer wir sind, entscheidet vor allem auch die Gesellschaft, der Habitus, der einen Menschen formt. Den surrealen Text umspielen Fotografien und Illustrationen von Sascha Reichstein aus der Welt der Kristalle.
Kranksein auf Französisch
Noëlle Revaz und Michael Stauffer sind bekannt für ihre bilingue Literaturperformances. Auch privat gehen sie seit langem gemeinsame Wege. Für cültür geben sie einen Einblick in ihren Alltag, in dem die jeweilige Zweitsprache nach Jahren immer noch zum Stolperstein oder Anlass zur Erkenntnis werden kann...
«Dazwischen»: Die Literaturen im Dialog
Zum 19. Mal liegt das Jahrbuch von «Viceversa Literatur» des Service de Presse Suisse (SPS) vor, das die vier Landessprachen eint und jeweils auf Deutsch, Französisch und Italienisch erscheint. Nach 17 Jahren verlässt Ruth Gantert als künstlerische Leiterin und damit Verantwortliche von Viceversa Literatur und der gleichnamigen Webseite den SPS.
Zwei exemplarische Geschichten aus dem wahren Leben
Die Fribourger Autorin Isabelle Flükiger hat sich für ihr neues Buch «Gloria. Mohammed.» ein brisantes Thema vorgenommen. Sie erzählt darin von zwei Sans-Papiers und ihrem Leben in der administrativen Lücke. Ihr augenöffnendes Buch ist zeitgleich auf Deutsch und Französisch erschienen.
Dürrenmatt ennet der Rösti
Das Centre Dürrenmatt Neuchâtel (CDN), gegründet von Charlotte Kehr, Friedrich Dürrenmatts zweiter Ehefrau, feiert sein 25-jähriges Jubiläum. Die Sonderausstellung «Musique Musik» würdigt Lotti Geissler, Dürrenmatts erste Frau. Den festliche Auftakt zum Jubiläumajahr begleiteten u.a. Grussworte von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider.
Eine Hommage des Zufalls an den Verlust
Die posthume Veröffentlichung des ersten Romans von Laurence Boissier.
Generationenwechsel und Zeitenumbruch
Konstanz und Veränderung im Verlagswesen der Suisse romande.
«Wenn nicht jetzt, wann sonst?»
Zum Tod und Vermächtnis von Charles Kleiber, 1942-2025.
«Der Sprung ins Ungewisse an der Oberfläche des Durchwanderten»
Daniel de Roulets Lob auf den «Röstigraben».
«Cette liberté narrative qui autorise toutes les audaces»
Neu auf Französisch: Der grüne Heinrich von Gottfried Keller.
Was der Krieg über Opa erzählt
Was wissen wir wirklich über unsere Großeltern? Dieser Frage widmet sich eine faszinierende Textsammlung, in der 30 Autor:innen persönliche Erinnerungen teilen und dabei ein facettenreiches Bild des 20. Jahrhunderts zeichnen.
Michael Fehr - Autor in azione
Im italienischen Sprachraum wird der Berner Autor Michael Fehr als sprechender Bluesman euphorisch empfangen.
Die Bäuerin als Modell im Graphic Novel
In schwelgerischen Bildern erzählt die Graphic Novel-Autorin Dinah Wernli von Louise Grütter, einem Modell des Malers Cuno Amiet. Das Buch in der Rezension von Beat Mazenauer.
Simon, der Laternenanzünder
Marie-Jeanne Urech ist eine der schillerndsten literarischen Stimmen aus der Romandie. Ihr soeben auf Deutsch erschienenes Buch «X wie Dictionnaire» setzt der gesellschaftlichen Finsternis ein poetisches Licht entgegen.
Die Ohnmacht des Schweigens
Im neuen Roman von Vincenzo Todisco wird ein siebenjähriger Junge zum Geheimnishüter von Sterbenden. Mit allen Geschichten, die er hört, bleibt er allein und darf genau das nicht tun, was der Autor macht: atmosphärisch stimmig und lebhaft zu erzählen.