Es wird eng in der Kabarett-Szene – besonders für die Frauen
Anlässlich der letztjährigen Turmrede an den Oltner Kabaretttagen zeichnet die Spoken-Word-Autorin und Satirikerin Stefanie Grob ein düsteres Bild der Kabarett-Szene: In den Kleinkunsttheatern bleibt seit Corona das Publikum weg. Überleben werden nur die grossen Namen, so Grobs Prognose. Als erste bekämen den harten Wind die Frauen zu spüren. Im November wurde Grob von ihrer eigenen Prognose eingeholt: Nach 17 Jahren verlor sie überraschend ihre Kolumne bei der Satire-Sendug «Zytlupe» auf SRF. Vom «natürlichen Ensemblewechsel» waren jedoch die männlichen Kollegen nicht betroffen.
Grüässäch mitänand us luftiger Höchi! I fröiä mi, dass i di disjährigi Trumred für öich darf haltä – guät i fröiä mi o itz scho we si vrbi isch, s isch rächt ä Challange da obä wemä Höhä-Angscht het. Abr i ha das itz grad zum inhaltlächä Aalass gnoh: Höchinä und Tiefinä. Uf dr Website vo dä Kabarett-Täg steit nämläch, si sigä Mitti 80er Jahr gründet wordä, wüll z Kabarett denn als Form sig bedroht gsi. Also äs Risä-Tiefdruckgebiet – i ha das denn sälber no nid live mitübercho – wüll i grad ha muässä ä Chindheit absolvierä - und bi Oltä uf jedä Fall mega dankbar, heit dir dä erfolgrich Rettigsvrsuäch ungernoh und machät sit Jahrzähntä so extrem viel für di Szene!
Wüll när isch äs Hoch cho. Das hani de voll miterläbt - i bi Ändi 90er iigstigä mit Läsigä i muffäligä WG-Chällerä und afangs 00er-Jahr när uf d Poetry-Slam-Bühninä usä. U wüll das itz äs Viertujahrhundert här isch, chani gloub scho rächt repräsentativ ä Befindlächkeitskurvä vor Kabarett und Spokenword-Szene Schwiz nachäzeichnä… Also uf z Tief i dä 80er folgt äs Hoch i dä 90er:
Ds isch ä mega cooli Ziit gsi, grad äbä wüll dr Poetry-Slam id Schwiz überä-gschwappt isch und us äm Slam spiist säch ja ungerdessä di halbi Kabarettszene. Äs isch so Pioniergeischt umä gsi, mä het sich chönnä usprobiere. Bi mir ischs no dopplet ufrgend gsi, wüll i ha nach mim erschtä Slam vo Hochdütsch uf Dialäkt gwächslt – wüll mi het dünkt, das würk ächter - und das isch genau dr richtigi Ziitpunkt gsi drfür!
Oder dr Mundart-Rock hets lengscht gäh und ir Literatur hei zwar o scho dr Burren u dr Eggimann Ärnscht gmacht, aber itz die nöii Art – Spokenword – ds isch genau denn entflammt! Mir hei Läsebühninä gründät, nöii Format entwicklät, mit dr Gruppe Bern ist überall hei mir diversi CDs ufgnoh z.B. «im Kairo» wo ganzi Generationä vo Schuelchinder prägt het – das köhr i hüt no u hüüfig, dass die CD für jungi KollegInnä isch dr Erschtkontakt gsi.
Ja äs het gfäggt, i bi mega drin ufgangä – obwohls mängisch grad als Frou ä dicki Huut het brucht. Slam isch voll männerdominiert gsi – nid würkläch erstunläch, so si mir sozialisiert, Männer uf füräpreschä-Wettkampf, Frouä uf ender ä chli zrügghaltänd, am liebschtä hinter dä Kulissä. Also wo i ha afa slämä si on stage meischtens 11 Mannä und 1 Frou gägänang aaträttä. Ja, wie mrs ir Chindheit hei glert – eini längt. Ds isch wi bi dä Schlümpf - uf änäs ganzäs huere Dorf ei Schlumpfine! Oder «TKKG – die Profis sind wir» (erinnerät dr näch?) – 3 Typä, ä Hung u nä Frou – wo übrigens null Charaktereigäschaftä het gha, also ächt weniger als dr Hung, di isch eifach blond gsi u dr Fründin vom Aafüährer.
Ja und wemä denn als Einzufrou fürä isch az Mik het mängisch ohni Kohl dr ganz Saal skandiert: «Ausziehn! Ausziehn!» – u mä hat als Slammärin scho taff muässä si für da drüber z gah.
Di erschtä Frouä im Zirkus si alli rächti Gladiatorinnä gsi – d Sandra Künzi zum Bispiu, d Suzanne Zahnd – angers wärs nid mügläch gsi. Dass hüt Jungi Frouä uf dr Bühni chöi über psychischi Problem redä – was toll isch vo wägä Enttabuisierig – das wär um 2000 umä schlicht nid gangä. I ha mau eini erläbt wo nur dr Titu het gseit «Ode an mein ungeborenes Kind» und so isch vor Bühni buuht wordä, si het würkläch ke Satz meh chönnä sägä.
Di dicki Hut vom Slam hani när o grad im Radio chönnä bruchä. SRF 1 het mi als jungi Frou az Mik glah im nä Format wo vorhär alti, wiisi Pfärrer sinnstiftänd i Tag hei begleitet. Dir, da si ganzi Altersheim Amok gloffä. I ha nid böserä Züg gseit als hüt, aber denn hei diä seckwiis Proteschtbriefä gschribä – no nid di nöimodischä E-Mails – und hei mini Absetzig gforderet. Hüt überchumi übrigens quasi keni bösä Reaktionä meh – also entweder isch d Gsellschaft toleranter wordä, oder het SRF heimläch d Beschwärdestell wäggspart.
Jedäfalls bini när id Satrie vrsetzt wordä, ufä Mittag – äs het gheissä, mi Art z Redä sig fürä Morgä villäch würkläch chli aggressiv – mä wetts niemerm zuämuätä mit mir muäss ufzwachä oder mir zuälosä zum Zähn putzä. Aber ir Satire hets mir eh besser gfallä, o weni natürläch wieder jahrelang di einzig Schlumpfine im Männerteam bi gsi.
Ja, das isch dr eint Fight gsi, wo mir erschtä Frouä vor Szenä gfüährt hei – mir hei z.B. o 2007 d Gruppä «Almösen» gründet u drfür kämpft, dass Literaturprisä o mal a Frouä göh. Aalass isch gsi: Dr Kanton Bärn het in Serie 23 Mannä uszeichnet u ke einzigi Frou. Und doch, üsi Kritik het o würkläch öbbis bracht – nämläch viel Spott – «dir sit ja nur nidisch», «bi dä Rollingstones het o niemer gfragt, warum ke Frou drbi isch» – aber o Resultat wüll sider isch dr Frouä-Ateil nie meh uf 0 % ungä gsi. Immerhin.
Dr anger Fight i dä 00er-Jahr u zwar vor ganzä Szenä isch gsi, dass mir aktzeptiert wärdä vom etabliertä Literaturbetrieb. Oder mir si i dä Aafäng höchschtens als triviali Popliteratur belächlät wordä, obwohls huärä guäti OutorInnä scho het gha. Im Louf vo dä vor alläm 10er Jahr isch Spokenword de o i dä Stadttheater acho. Und a dä Solothruner Literaturtäg. Oder zersch isch z «GägäWärt» im Kofmehl so winä Art Protescht-Verastaltig parallel gloffä im Sinn vo, «hallo Hochkultur, lugg mal, da gits im Fall no öbbis Nöis wo o toll isch aber bi öich nid stattfindet» – itz isch völlig klar, dass Spokenword ä feschtä Platz a dä Literaturtagä het.
Ds isch i minä Ougä d Hochphasä gsi! Di goldigä 10er-Jahr! – D Kämpf si dürä gsi, d Szenä isch immer bunter, breiter u diverser wordä, u nid nur Ufträttändi hets immer meh gäh, sondern o richtig viel cooli, nöii Chliikunschtortä mit Härzbluät-VrastalterInnä, richtig ä Bewegigi isch das gsi!
När Corona. Dr Totalcrash. Ds machi churz, mir erinnärä üs ja leider alli, äs isch alls am Bodä glägä, diversi Existänzä erschütteret bis kaputt. Mä het vrsuächt wieder ufzstah, aber äs isch nümm z Glichä gsi. Elteri VerastalterInnä hei dä Zwangsbreak grad aus Aalass gnoh ganz z hörä, da si reihäwiis Spielortä wägbrochä u Vrnetzig u Wüssä und vor allem isch z Publikum nid wieder zrügg cho – dsch irgendwie uf Netflix blibä hangä – und ja siderhär gits diversi grössäri Vränderigä wo itz grad im Gang si u wo alli z glichä zur Folg hei, nämläch dass nur no di grossä A-Namä chöi überläbä und drunger z Mittufäld wägbircht.
Vränderig 1: Äs muäss alles rentiere. Nid äs wär schön, we mä usächiäm, nei äs MUÄSS rentiere. Kommerz über Kunscht!
Vränderig 2: Di Verastaltändä erwartä ungerdessä vo dä Ufträtändä, dass sie d Lüüt sälber mitbringä – früächer isch gsi: «Mir biete dir äs Stammpublikum, wo mir pflegä und wo üsäm Gschmack vrtrout und o mau öbbis chunnt cho luege, wos no nid kennt» hüt heissts «du füllsch d Hüttä». Ds tribt zum Teil absurdi Blüätä. Mir het chürzläch ä Vrastalterin usärä rächt abglägnigä Region i somnä liecht vorwurfsvollä Ton gseit: «Also di letschti Künschtlerin het a Bus aagmietet u het sicher 30 Fans grad mitbracht.»
Öhm ja. Abr öb sich das rächnät? Wüll mini Gagä geit meischtens dür 2 wüll i im Duo mit dr Sibylle Aeberli uftrittä – oder sogar dür 3 oder 5 weni mit dr Gruppä DIE ELTERN ungerwägs bi – und d Grundgagä isch nid würkläch höcher als bi Einzelacts und weni itz vo der haubä oder Drittu- oder Füftu-Gagä no ä Car söll aamiete machi gloub retour.
Abr chömä mr zu Vränderig 3: Z finanziellä Risiko uf d KünschlterInnä abwälzä. Oder dass di chlinä Vrastaltändä sälber unger Druck si, nid Vrluscht z machä, ds vrstani. U da schaffä vili ja o ehräamläch u äs isch genial, dass äs überhoupt no so Lüt git – dr Trend i üser individualisiertä Zit geit ja wäg vom Gmeinnützigä. D Chilänä hei Mitgliederschwund, d Sportclubs – dir mit öinä 1500 Mitglieder im Verein Oltener Kabarett-Täg sit ä erfröilächi Usnahm! Also di chlinä Vrastaltigsortä wott i nid kritisierä, dass si hüfig d A-Nämä buächä, abr si tragä so haut glich zum Tod vom Mittufäld bi.
Ke Vrständnis hani hingägä bi dä grossä, subventioniertä Hüser! Chürzläch het mr öbber gseit «mir chöi di leider nid iz kuratiertä Programm näh, aber du chasch z Theater mietä und uf eigets Risiko spilä». Abr Momänt, itz muäss i doch scho ä Car mietä…. Itz no äs Theater… also nur zur Erinnerig: äs isch no nid lang här, bini drfür zahlt wordä, dass i uftrittä.
Und äs isch doch o chli dr Zwäck vo Subventionä mal äs Experimänt z wagä. Sprich Kunscht zeigä, wo mä hör – u sehenswärt findät, wo aber nid so mainstream isch, dass si i jedäm Fall sälber treit?
We säch subventionierti Hüüser so us dr Pflicht nämä, hani Angscht, dass i 5 bis 10 Jahr nur no Witzvrzeller à la Peach Wäber u Marco Rima uf Tour chöi, die si säubschttragänd – wüll eifach alli chöi mitlachä sälbscht dr Familiähung!
Itz Vränderig 4 – das isch eini zum Mitmachä. Da chöit dir alli hälfä! Vränderig 4 isch: Sit Corona louft bim Mittufäld dr Vorverchouf nümm. Isch mir scho klar, als ZuäschouerIn gits eim Freiheit, ersch i letschter Sekund z entscheidä wotti i i nä Chlikunscht-Chäller oder isch mr zWätter hüt z schön. Aber dä Theater nimmts Planigssicherheit. U äs fallt voll zrügg uf D KünschlterInnä: We im Vorverchouf nur 12 Tickets wäg si, wird unger Umständ di Vorstellig abgseit – o we spontan am Abä no Lüt chiemtä, mä weiss äs haut nid. Und d VrastalterInnä merkä sich das natürläch u wemä als KünschtlerIn z nächscht mal aachlopft, nämä si eim nümm. Drum please machät öbbis für d Artävielfalt – nutzät dr Vorverchouf!
Äs chlises Zwüschä-Fazit: Gli gitz ir Chlliikunscht nur no diä z gseh, wo o grossi Hallänä füllä – was ar Definition eigentläch voll z wider louft. Dr Spirit vor Chlikunscht isch für mi äbä grad, dass mä zämä im nä intimä Rahma öbbis cha la entstah wo alli plötzläch Part drvo si, sonäs chliises, glitzrigs 2-Stundä-Wunder – ds isch ir Bea Expo nid mügläch.
Und guät, itz chöit dr sägä: d Grob isch haut langsam alt, ma nümm mithaltä, Vränderig cha ja o öbbis Guäts si. Durchus – nur ischs o für di Jungä schwiriger. Si chöi sich nümm ä Namä machä i däm si säch äs Publikum erspilä… nei, si müässä vo Afang a eis ha, ds heisst mä muäss vorhär am beschät scho InfluencerIn si.
Ds wär de di letschti grossi Vränderig – di 5ti – i nennä sä Instagramm kills the Live-Bühnestar!
Nöi entscheidä vor alläm d FollowerInnä-Zahlä drüber, öb mä ä Uftritt bichunnt oder nid. Ds isch di nöii Währig, grad bi dä Jungä. Wär im Netz nid abgeit, geit ab vor Bühni.
Ir Press loufts simultan: Dört arbeitä si sogenannt Mobile First. Dr Ceddy Schild isch äs guäts Bispiu: Dä het scho vor dr Premiere vo sim erschtä Bühnäprogramm zwe Risä Front-Artikel i eirä vo dä Zürcher Ziitigä bicho. Also würkläch bevor är o numä ä Fuäss uf d Bühni gsetzt het. Und das nur wüll mä sini – zuägäh sehr luschgtigä – Videos bir Onlineversion cha drzuästellä u diä wärdä när gliked und gluägt und dr Algorithmus seit «yes, dä gfallt dä Lüt, dä darf ir Papierusgab uf d Titusitä».
Abr isch är wäg denä Videos outomatisch ä guätä Live-Büähnäkünschtler?
Angeri zieh Jahre mit ihrnä Programm dür z Land, begeischterä 100ti mal äs Publikum und chömä nid vor.
Äs git ganz weni VollbluätbühnäkünschtlerInnä ir Szenä wo z Schwein hei, dass si gärn und guäti Videos machä. Bi dä allermeischtä chömä aber nume extrem bemüähti Wärbespots usä, wo sofort als solchi erkennbar si u wäggwüscht wärdä. Oder itz vrzellä plötzläch literarisch top-fiti Lüt uf Insta so 08.15-Witzä, wi ni sä o hundertfach im Spick vo minä Ching cha ga läsä. Trurig, abr klar luägt ja niemer lenger als 20 Sekundä zuä – machät mal ä dramaturgischä Bogä, holät ä doppubödigi Tiefi i 18 Sekundä 23.
Oder mä cha natürläch – wi dr Bänz Friedli das sit nöischtem macht – ds Ganzä Socialmedia-Züüg outsource und öbber aastellä wo für eim snackable content produziert. Isch clever! Allerdings chöi sich das nid alli leischtä – wüll mir erinnärä üs: Car, Theatermieti… itz o nä ä eigätä Socialmedia-Content-Creater…
Auso i bi mir eigentläch scho als Ich-AG z tüür. Und i wirdä halt wes muäss si als solche undergah.
Immerhin i guäter Gsellschaft. Mir hei zwe gschetzti Chlikunschtkollegä unabhängig vonänang vrzeut si heigä das Jahr ab April scho Summerpousä bis i Septämber. Früächer sis aubä Juli/Ougscht gsi wo z Iikommä isch wägbrochä, ds het mä mit ämä guätä Kulturherbscht no chönnä nachä-kompensierä… itz April bis Septämber… dörfti schwirig wärdä.
Die Erschtä göh drum itz o: I weiss äs vo einigä, wo säch abr no nid öffäntläch hei goutet – dr dütsch Kabarettischt Sven Kemmler hingägä, het si Rücktritt us genau sernigä Gründ im nä Interview öffäntläch gmacht. Dir chöit ihn hütt am Abä hiä no ga luegä ir Vario Bar am achti – letschti Glägäheit quasi.
Und ja äs wird – mini Prognosä – Lüüt schnätzlä mit stillärä Tön, Lüt wo ender literarisch schaffä statt stand-up-mässig Lacher usäzhouä – und äbä – i cha dr Bogä schliässä zum Aafang – äs wird ganz sicher o schnäu wieder heavy für d Frouä. D Frouä hei dr Nachteil, dass si nid z glichä Grundpublikum zur Vrfüägig hei. X Studiä belegä: Mannä läsä weniger Buächer vo Frouä, zitierä sä sältä, retweetä sä nid und bim Kabarett gsehnis sälber – I bi sit 7 Jahr im Frouäduo ungerwägs, da hei mir ä Mannäateil im Publikum vo wes höch chunnt 15 %.
Warums so isch? Äs git gloub immer no diä, wo kategroisch sägä Frouä chönnä ke Humor. Im TagiMagi het dr Guido Mingels vor paar Jahr gschribä Schwizer Frouä sigä nid luschtig, chönnäs nid si. Kulturell bedingt. Äs Wunder het är nid no genetisch argumentiert – lachä sigi bim Beeri-Sammlä ä Überläbensnachteil gsi, wülls heig d Heiti erschreckt…
Sini Thesä isch gsi: Amerikanerinnä heigä zum Teil Humor, dütschi Frouä sigä glägäntläch rächt witzig, aber Schwizerinnä… sorry.
Ds würd hüt hoffäntläch niemer meh öffäntläch wagä z sägä – so wie bi Poetry-Slams niemer meh «ausziehn» schreit – aber i vilnä Chöpf ischs no din. Mä cha sägä: Frouä si ir Bevölkerig ä Mehrheit aber ir Humor-Branchä nid mehrheitsfähig.
Und si wärdä o viu sältniger mit Prisä pusht – obwohl sis bsungers nötig hättä, wüll Prisä z Läbä ir Szenä chönntä vrlängere. Ja, näbscht Fame und Money git ä Pris-Press – und das villäch sogar mal ohni luschtigi Videos.
Jungi Frouä bichömä no ender öbbis, bi Spokenwordnachwuchsprisä z.B. wüll dört «jung u fräch» o guät zur Gattig passt, oder o hiä bim Kabarett-Casting. Ds cha allemal ä Sprungfädärä si, abr ufä i Olymp spickä nur di wenigschtä – irgendwo i däm Kabarett-Himmu gits ä gläserni Dechi.
I ha mir nid chönnä vrkneifä mal di langjährigä, hochgschetztä, gstandnigä Cornichon-Pristragändä aazluägä. Ds chöit dr o machä – uf dr Homepage gits da so nä schöni Holzschnitt-Galerie. Dört gseht mä rächt schnäll, wi nä Kabarettischt i dä Ougä vo üser Gsellschaft het uszgseh.
D Gruppänä und Duos hani usägrächnät und d EinzelpristrägerInnä sit 1988 ufglischtätä. Achtung, hiä si d Näme vo dä Solo-Cornichon-Gwinner vo dä letschtä Jahr bi dä Mannä tadadadat… (Stefanie Grob lässt eine rund 10 Meter lange Rolle vom Stadtturmbalkon herunter, die bis auf den Boden des Platzes reicht.)
1. Bänz Friedli 2024
2. Josef Hader 2023 (D)
3. Blues Max EhrenCornichon 2022
4. Mike Müller 2022
5. Andreas Rebers 2021
6. Max Uthoff 2019
7. Christoph Sieber 2017
8. Alfred Dorfer 2016 (D)
9. Jochen Malmsheimer 2015 (D)
Duos
10. Simon Enzler 2012
11. Andreas Viutasek 2011
12. Hagen Rether 2010
13. Urban Priol 2009
14. Andreas Thiel 2008
15. Emil (ehrencornichon) 2007
16. Massimo Rocchi 2007
17. Martin Buchholz 2006
18. Georg Schramm 2005
19. Dieter Hildebrandt 2002
20. Lorenz Keiser 2001
21. Mathias Richling 2000
22. Osy Zimmermann 1999
23. Jachim Rittmeyer 1998
24. Gerhard Polt (D) 1997
25. Georg Kreisler 1994
26. Hanns Deiter Hüsch 1992
27. Franz Hohler 1990
U bi dä Frouä isch ja erfröilecherwiis grad das Jahr no eini drzuächo, d Lischtä isch also aaagwachsä, simer gspannt – Achtung:
(Sie lässt 3 Blättchen herunter. Hier geht's zum Video.)
1. Elsie Attenhofer 1988
2. Uta Köbernick 2020
3. Sarah Hakenberg 2025
Scho vrbi. Genau 3! Vo 1988 bis 2020 hets sogar mal 32 Jahr lang ke einzigi Frou gäh wo als Soloact dä Pris het bicho. (Da isch auso no Luft gegen unten.)
Bi dä Gruppänä und Duos hets äs paar, aber chöit googlä wie viil Frouä zum Bispiu bim Pfannestil Chammer Sexdeet oder bi dr Münchner Lach und Schiessgesellschaft si – Spoileralarm: Schlumpfhausen lebt, o da ä klarä Mannä-Überhang.
Was o uffaut – frei nach Guido Mingels: Schwizerinnä si offäbar würkläch nid luschtig: D Elsi Attenhofer het 1988 mehrsprachig unger angerm Schwizerdütsch gschaffät – d Uta Köbernick isch natürläch heimisch ir Szene ke Frag, red aber Dütsch, gemässigte Berliner-Schnauze, sie seit süsch vrsteit sä niemer u d Sarah Hakenberg isch Dütschti und red und singt logischerwiis Dütsch.
U klar, d Kabarett-Täg Oltä si nid nur äs Schwizer-Festival, sondern gsamtä dütschsparchigä Ruum, aber bi dä Mannä heis di üäblächä Vrdächtigä mit Dialäkt zu dä Pristräger gsschafft, währänd bi dä Frouä sit 37 Jahr, sit dr Elsi Attenhofer, sölls keni mit Mundart vrdient ha?! U sägät itz nid, d Grob isch nur nidisch wüll sie sälber niä ä Chlikunschtpris het bicho, ds bini, gschänkt, aber äs geit nid um mi, äs isch viu grösser, äs betrifft viili Künschtlerinnä – äs isch wie denn bi dä Almösen, wo mir hei gseit «mir wei meh als nur Almosen».
U äs isch übrigens o nid nur bim Cornichon so. I wett Glägäheit hiä gärn nutzä u drzuä aargegä, dass mr alli mal ärnschthaft hingerfragä, was mir für Bilder im Chopf hei, we mir z Wort «Kabarettischt» ghörä?
Und wen dr itz dänkät «ja aber äs git halt immer no viel weniger Frouä», de wetti hiä ä Wändig iileitä – I hoffä, äs klappt mit äm Dräiäh, i ha äbä ke Turm dähei gha zum üäbä – tadaa das si alles Frouä us dr schwizer Kabarett/Comedianne/Spokenwordszene! (Die ellenlange Rolle mit den männlichen Peisträgern wird gedreht und auf der Rückseite stehen bunt zahlreiche Frauennamen.)
1. Amina Abdulkadir
2. Gülsha Adilji
3. Anet Corti
4. Lisa Catena
5. Lara Stoll
6. Betty Dieterle
7. Frölein da Capo
8. Fabeinne Hadorn
9. Julia Steiner
10. Julia Kubik
11. Mia Ackermann
12. Lisa Christ
13. Daniela Dill
14. Michelle Kalt
15. Dodo Hug
16. Martina Hügi
17. Sandra Künzi
18. Moet Liechti
19. Helga Schneider
20. Stefanie Grob
21. Rebekka Lindauer
22. Jane Mumford
23. Chrissi Sokoll
24. Nina Wägli
25. Lisa Brunner
26. Fritz Bisenz
27. Sibylle Aeberli
28. Fine Degen
29. Fatima Moumouni
30. Patty Basler
31. Gina Walter
32. Jovana Nikic
33. Lea Whitcher
34. Muriel Zemp
Beiidruckänd, oder? U das isch de o z buntä Schlussbild vorä phasäwiis düschtere Analysä. I hoffä eifach, dass entgägä mirä Prognosä müglächscht weni furtstärbä – oder dass äbä villäch sogar öbber äs nöis Festival zur Rettig gründät u nä ganzi Stadt mitrisst – i hoffä, dass di grossi Vielfalt blibt und wachst und blüähit wüll das macht di Szenä nämläch us! Merci!
Mehr über Stefanie Grob erfährst du auf: stefaniegrob.ch
Hier geht's zum Bericht von Alexander Sury im Bund über Stefanie Grobs Rausschmiss bei der «Zytlupe».